Projektabschluß

Projektabschluß

Als offiziellen Abschluß hier noch ein Fazit des Projekts "3D-Druck und Reparatur", dessen Förderung Anfang des Jahres ausgelaufen ist. Wir werden diese Seite vorerst noch weiter betreuen und stehen auch nach der Projektlaufzeit gerne für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Ihr erreicht uns unter:

Astrid Lorenzen (Hamburg): astrid@3d-reparatur.de
Anika Paape (Köln): anika@3d-reparatur.de

In den besuchten Städten Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart, Kassel, Halle und München wurde durch die Workshops ein Anfang für eine Vernetzung von Makern und Reparierenden gemacht. Es wurden 3D-Drucker gemeinschaftlich genutzt und Know-how geteilt, um 3D-gedruckte Ersatzteile herzustellen. Es gab die Gelegenheit des persönlichen Kennenlernens. Kooperationsmodelle wurden angedacht, müssen sich jedoch langfristig im Praxisalltag etablieren. Durch das Mitverfolgen der Abläufe der Reparatur mit Hilfe des 3D-Drucks und das Ausprobieren wurden Zweifel gegenüber den Potentialen der 3D-Drucktechnik größtenteils abgebaut.
In einigen Städten fanden Aktionen der AkteurInnen zum Thema 3D-Druck und Reparatur statt. So gab es im Fablab St. Pauli gegenseitige Besuche von Repair Café und Fab Lab Mitgliedern. Eventuell könnte die Reparatur sogar im Zuge eines weiteren Schwerpunktthemas einen höheren Stellenwert im Lab einnehmen. Im Rahmen der Make Something Week wurden 5 Tage lang unter dem Motto „Replace it“ Ersatzteile 3D-gedruckt.

Im Erfindergarden in München fanden 3D-Modellier Kurse für die Reparatur und Reparaturveranstaltungen statt.

Workshops Reparatur

Im Garage Lab in Düsseldorf, wo traditionell ein Repair Café stattfindet, wurden weitere Reparatur-Fälle mit Hilfe des 3D-Druckers gelöst.

Im frisch gegründeten kölner Repair Café im BüzE konnten in einer Repair Veranstaltung mit Hilfe von geübten 3D-Modelleuren innerhalb weniger Stunden mehrere Geräte durch 3D-gedruckte Ersatzteile reparierte werden.

Durch die Verankerung des Themas bei Multiplikatoren wie den Reparatur-Initiativen, wo es die neue Kategorie 3D-Druck für das Angebot von Repair Cafés gibt, hoffen wir auf eine längerfristige Präsenz des Themas bei den AkteurInnen.

Die Ansprache und Vernetzung der Reparaturbetriebe hat im Rahmen des Projektes mit Ausnahme von „Überzeugungstätern“, die ein eigenes Interesse an Ressourcenschonung haben, nicht gut funktioniert. Viele Betriebe waren aus Zeitmangel oder weil sie keinen direkten finanziellen Vorteil in der Reparatur mit Hilfe des 3D-Druck sahen, nicht interessiert.

Auch die Hersteller von Elektrogeräten waren schwer zugänglich. Viele Unternehmen haben sich schon mit dem Thema 3D-Druck, vereinzelt auch 3D-gedruckter Ersatzteile auseinandergesetzt, sich jedoch, was beispielsweise den offenen Zugang ihrer Ersatzteildateien oder den Nachdruck ihrer Teile angeht, eher skeptisch geäußert. Als ein Grund wurden hier auch rechtliche Fragen wie zur Haftung für die 3D-gedruckten Ersatzteile genannt. Trotzdem bestand vereinzelt Interesse an der Zielgruppe aus der DIY-Bewegung.

Um eine breite Wirkung zu entfalten und auf eine große Menge an reparierten Geräten zu kommen, ist eine Infrastruktur nötig, um die identifizierten Barrieren zu überwinden.
 Die größte Barriere in der Umsetzung ist der einfache Zugang zu 3D-druckbaren Modellen. Zudem stellt die englische Sprache vieler Plattformen, Foren zum 3D-Druck und Programmen für viele AkteurInnen eine Hürde dar.

Eine Meta-Plattform mit einer Datenbank von Ersatzteildateien, weiteren Informationen zum Druck, Austauschmöglichkeiten und Teilegeneratoren wäre eine wichtige und nötige Maßnahme, um die Reparatur per 3D-Druck für eine breite Nutzerschaft zu erschließen.

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